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Automodelle sind eine eigene Disziplin im Plastikmodellbau. Während bei Flugzeugen und Panzern matte Tarnfarben und Alterung im Vordergrund stehen, verlangt ein Sportwagen eine Karosserie wie aus dem Showroom: makellos glatt, tief glänzend, mit sauberen Chromleisten und klaren Scheiben. Diese Tipps helfen dir, wenn du ein Automodell baust – egal ob Oldtimer, Rennwagen oder Alltagsklassiker.
Der richtige Bausatz
Die meisten Autobausätze erscheinen in 1:24 (bei amerikanischen Herstellern oft 1:25). Die Modelle sind 15 bis 20 Zentimeter lang und bieten Platz für Motor, Fahrwerk und Innenraum. Für Einsteiger gibt es Model Sets mit Farben; anspruchsvollere Bausätze haben zu öffnende Türen und Hauben. Einen Überblick über Komplettsets findest du in Revell Model Set & Airfix Starter Set.
Die Karosserie vorbereiten
Die Karosserie ist das Herzstück. Jeder Fehler hier wird durch Hochglanzlack noch sichtbarer.
- Formtrennnähte entfernen: Viele Karosserien haben feine Grate an Kotflügeln und Dach. Mit Skalpell abziehen und nass schleifen.
- Auswerfermarken prüfen: Runde Abdrücke auf sichtbaren Flächen spachteln.
- Waschen: Trennmittel und Fett mit Spülmittelwasser entfernen.
- Grundieren: Eine gleichmäßige Grundierung zeigt verbliebene Fehler. Siehe Modell grundieren.
Lackieren auf Hochglanz
- Mehrere dünne Schichten Farbe, dazwischen trocknen lassen.
- Feine Staubeinschlüsse nach dem Trocknen mit 2000er- bis 3000er-Schleifpapier nass wegschleifen.
- Klarlack in zwei bis drei Schichten aufbringen und mehrere Tage aushärten lassen.
- Polieren: Mit Polierpaste und weichem Tuch erhält der Lack echten Tiefenglanz.
Viele Automodellbauer lackieren die Karosserie mit Sprühdose oder Airbrush – ein Pinsel hinterlässt auf großen Glanzflächen fast immer Spuren. Passende Farbtöne für Einsteiger bietet zum Beispiel das Revell-Farbset „Sportwagen“*.
Befestige die Karosserie mit Knete oder Klebeband an einem Stab oder einer alten Flasche. So kannst du sie drehen, ohne sie zu berühren – und sie trocknet staubgeschützt unter einer umgedrehten Schachtel.

Chromteile
Verchromte Teile (Stoßstangen, Felgen, Zierleisten) sind empfindlich:
- Mit einem scharfen Seitenschneider abtrennen, Angussstellen mit Chromfarbe oder einem Chromstift ausbessern.
- Klebestellen vorher blank schaben – Plastikkleber hält nicht auf Chrom.
- Zierleisten an der Karosserie gelingen mit selbstklebender Chromfolie oder einem Chrom-Lackstift.
Scheiben und Leuchten
Klarsichtteile nur mit Klarsichtkleber oder Weißleim befestigen – Plastikkleber trübt sie (siehe Modellbau-Kleber). Fensterrahmen werden mit Abdeckband maskiert und schwarz lackiert. Rück- und Blinkleuchten bekommen transparente Farben in Rot und Orange über einer silbernen Basis.
Innenraum und Motor
- Innenraum: Sitze, Armaturenbrett und Teppich in unterschiedlichen Glanzgraden lackieren. Teppich wirkt mit feinem Flock oder mattem Lack realistischer.
- Motor: Mit verschiedenen Metallfarben (Aluminium, Stahl, Messing) und einem dunklen Wash in den Vertiefungen wirkt er sofort plastischer.
- Verkabelung: Zündkabel aus dünnem Draht sind ein einfaches, aber sehr wirkungsvolles Detail.
Präsentation
Ein glänzendes Automodell verdient eine staubdichte Vitrine. Achte auf die Innenmaße – Modelle in 1:24 sind meist 17 bis 20 cm lang. Mehr Ideen für die Werkstatt in Modellbau-Werkzeug.
Häufige Fragen
Welcher Maßstab ist bei Automodellen am beliebtesten?
1:24 bzw. 1:25 für Bausätze. 1:43 und 1:18 sind vor allem bei Fertigmodellen aus Metall verbreitet.
Wie bekomme ich einen glatten Hochglanzlack?
Mehrere dünne Farbschichten, Staubeinschlüsse nass schleifen, Klarlack in mehreren Schichten, lange aushärten lassen und polieren.
Kann ich ein Automodell mit dem Pinsel lackieren?
Innenraum, Motor und Kleinteile problemlos. Für eine glänzende Karosserie empfehlen wir Sprühdose oder Airbrush.
Bei Automodellen entscheidet die Karosserie: sauber vorbereiten, dünn lackieren, schleifen, polieren. Mit sorgfältig behandelten Chromteilen, klaren Scheiben und einem detaillierten Motor entsteht ein Modell, das in der Vitrine glänzt.



